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Über mich

Aus naheliegenden Gründen kann und möchte ich meine Identität nicht preisgeben, sondern weiter in Anonymität arbeiten.
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Freitag, 24. September 2010

Warum ist Doc Blog abgetaucht?

Ich weiß gar nicht, ob sich diese Frage überhaupt jemand stellt/gestellt hat. Dennoch möchte ich kurz "Rechenschaft" über mein Verschwinden ablegen.

Jeder weiß ja, daß ich semiglücklich in meiner Klinik und mit den Arbeitsbedingungen war. Trotzdem ist einfach so kündigen irgendwie auch nicht meine Sache, man weiß ja nie, was man bekommt, sondern nur, was man aufgibt.

Letzten Endes brauchte ich wohl einfach eine Auszeit. Da unbezahlter Urlaub aber nichts ist, was die Miete zahlt, haben wir uns zu einem eigentlich ganz natürlichen Schritt entschlossen.

Doc Blog ist jetzt nämlich in Elternzeit ;-)

Und was soll ich sagen. Am Anfang habe ich mir zwar meine (halbwegs) geordnete Ambulanz zurückgewünscht (nein, nicht wirklich), aber mittlerweile lebe ich ein Luxusleben. Es ist wunderbar den ganzen Tag für unseren Zwerg dazu sein, alles mitzuerleben, jede Minute zu geniessen. Den Tag nicht verplanen müssen, sich nicht mehr hetzen müssen. Wenn ich zu spät komme, bin ich eben zu spät, wenn ich nicht schnell genug bin, mache ich eben morgen weiter.
Und immer ist hier einer, der komplett und aufrichtig hinter mir steht, mich ganz toll findet und mich immer mit einem Lächeln begrüßt. Unbezahlbar.

Leider hält mich der neue Job ("Berufung") so auf Trab, daß ich nicht mal mehr die Blogs der Kollegen lesen kann (der Feedreader zeigt aktuell 160 ungelesene Nachrichten), geschweige denn mein eigenes Blog aufrecht erhalten kann. Ganz abgesehen davon, daß ich nun nichts aktuelles von der medizinischen Front zu berichten vermag.

Doc Blog

Mittwoch, 22. Juli 2009

Grüne Welle?? Von wegen.

Übers WE habe ich meinen Freund in einer der größten deutschen Städte besucht. Und weil sich so ein WE ja lohnen muss und ich frühmorgens/spätnachts eh nichts besseres zu tun habe, bin ich noch zu nachtschlafender Zeit am Montag Morgen aufgebrochen, um quer durchs Land zu gurken und pünktlich zum Dienst zu erscheinen.

Die Straßen der Stadt waren fast leer und ich hatte theoretisch freie Fahrt. Aber nur ganz theoretisch. Auf dem Weg zur BAB gab es geschätzte 10-12 Ampeln. Z. T. konnte ich die nächsten Ampeln schon bei der Anfahrt an die direkt vor mir liegende sehen, lagen also wirklich nicht weit auseinander.

Obwohl es sich definitv angeboten hätte, war keine einzige der Ampeln komplementär geschaltet. Will heißen, jedesmal, wenn ich gemütlich bis 50 km/h beschleunigt hatte, und in Rufweite der nächsten Ampel kam, schaltete die auf rot. Jedes Mal! Wirklich! Jedes Mal!
Fand ich ganz unglaublich, wer läßt sich denn so eine Ampelschaltung einfallen? Und viel schlimmer. Wer erlaubt die Umsetzung dieser? Da wird man ja ganz kirre im Kopf. Musste also jedes Mal wieder abbremsen, warten, beschleunigen und zack, wieder rot. Das Spiel hat sich 12 Mal wiederholt.

Die eigentlich kurze Fahrt hat somit nicht nur ewig gedauert, sondern auch mein Nervenkostüm aufs erheblichste strapaziert. Bin ich froh, daß es wo ich wohne keine Ampeln gibt. Zumindest nicht solche idiotischen.

Was hat das mit meiner Klinik zu tun?
Nunja, in den letzten Tagen und Wochen (oder schon Jahren vielleicht) kommt es mir auch so vor, als würde ich nach jedem zaghaften Beschleunigungsvorgang wieder abrupt und unsanft auf Null zurückgesetzt, von wo ich mich dann mühsam wieder nach vorne kämpfen kann, um dann wieder eins auf den Deckel zu kriegen. Nicht schön das.

Habe das Gefühl, alle Bemühungen meinerseits und "Investitionen" in die Klinik/Abteilung sind fruchtlos, keinen interessiert was ich mache (und ob ich's mache) und irgendwie bin ich motivationsmäßig in einem kleinen Loch. Die Ampeln haben mir das gezeigt.

Anders als Steve Martin bei L. A. Story spreche ich also nicht mit einer Werbetafel, sondern die Ampeln der Großstadt mit mir. Auch nicht unbedenklich.

Doc Blog

Donnerstag, 2. Juli 2009

Schonmal jemandem sowas passiert? Bestimmt.

Diese blöden dummen mistigen Drecks-Phiolen!!!

Ok, bitte aufzeigen, wer sich auch schonmal an so einem Ding den Finger aufgeschlitzt hat? Achja, also doch so einige.

Habe mich doch auch glatt schon wieder an so einem Ding geschnitten, aber so richtig. Und sonst benutze ich natürlich immer einen Tupfer, nur eben in diesem Fall nicht, musste ja schnell gehen. Habe prompt alles vollgesaut mit meinem (nichtinfektiösen) Blut und dann einen Handschuh angezogen und den vollgeblutet.
Zum einen voll eklig, zum andern brennt es jetzt natürlich wie Hölle, wenn ich den Finger desinfiziere. Nein, natürlich nicht im OP. Aber ich bin so ein Desinfektionsfanatiker, daß ich das nach jedem Zimmer und sowieso ständig zwischendurch mache. Wirkt seit dem Schnitt auch als Arousal-Reaktion.

Jammer, jammer, jammer, ich weiß. Aber, wer zum Teufel hat eigentlich diesen Glasmist erfunden? Wo ist der Vorteil zu einem normalen Plastikgefäß mit Drehverschluß? Wo ist der Sinn??? Gibt es einen?

Doc Blog

Montag, 2. Februar 2009

Phrasen in der Chirurgie I

Dass Chirurgen bisweilen große Sprücheklopfer sind, ist wohl nicht unbekannt. Aus gegebenem Anlaß biete ich hier nun eine Liste der mir selber im In- und Ausland gebotenen Sprüche, die sowohl inner- als auch außerhalb des OPs ausgesprochen wurden und werden. Die Reihenfolge ist unerheblich. Mit den bekanntesten fange ich aber an.
Sollten mir noch einige einfallen, kommt vielleicht mal ein II. Teil.


Spitze betonen!

Saugen! Mehr Saugen!

Hängen Sie sich mal richtig in den Haken rein.

Ich seh' hier nix. Mehr ziehen!

Der Patient soll jetzt endlich entspannen, geben Sie ihm nochmal was!

Das Zuckometer ist kaputt.

Wäschst Du Dich für den Einer?

Warst Du schon Gastro?

Der ist trockener als die Wüse Gobi.

Ohje, wer hat denn an dem geübt?

Unser Patient ist heute aber mal so richtig saftig.

Dem haben wir's aber so richtig besorgt.

Sind Sie heute freilaufend?

Es ist ein Junge!

Wenn Sie jetzt weitersägen, können Sie ihm das Bein auch ganz abnehmen.

Für den OP-Hund...

Go straight to the bone and stay there!

Das Problem liegt supranasal.

Wir sind hier nicht in der Schwarzwald-Klinik!

18 Uhr und schon nach Hause? Freier Nachmittag, was?


Doc Blog

Samstag, 3. Januar 2009

2009 wird mein Jahr!

So hörte ich am 02.01.2009 eine OP-Schwester verlauten.
Das Jahr ist noch jung, die Motivationen kochen hoch, all das, was sowieso naheliegend und selbstverständlich ist, erscheint am ersten des neuen Jahres als sehr viel ertrebenswerter und - interessanterweise - auch möglicher als noch am Tag zuvor.

Deswegen (und nicht nur, um das Klischée zu bedienen) hat sich auch Doc Blog Gedanken gemacht, was dazu führen wird, daß 2009 mein Jahr wird.

1) Operieren, operieren, operieren (durch mich, nicht an mir)
Das Thema zieht sich ja mittlerweile durch mein medizinisches Leben wie ein roter Faden, wobei leider nicht das Operieren selbst, sondern der dringliche Wunsch danach Hauptthema ist. Letztendlich muss es damit aber in 2009 (da ja schon in 2003-08 nicht wirklich passiert), endlich mal richtig losgehen. Das ist zwar alles nicht neu gegenüber 2008, aber aus Grund 2) besteht vielleicht berechtigte Hoffnung, daß 2009 mein OP-Jahr wird.

2) Facharzt
Vor gar nicht allzu langer Zeit war der FA für mich noch in weiter weiter Ferne. Und jetzt bin ich dieses Jahr schon dran. Letztendlich wird von allen Seiten versichert, es wäre ja nur ein kollegiales Gespräch... Genau... Direkt nach meinem letzten Stex dachte ich mir auch, hey, keine große Nummer diese FA-Prüfung, immerhin machst Du den ganzen Tag nix anderes, als das, was Du ja dann auch geprüft wirst.
In der Theorie bestimmt nicht so dumm, in der Praxis ungemein naiv. Decken wir doch nur ein gewisses Spektrum der Chirurgie ab. Und da bleibt genug Raum für peinliche Situationen in der Prüfung. Ich sag' nur Zugangswege und Klassifikationen (wer kennt schon die Einteilung nach Goutallier, bzw. MUSS ich die eigentlich können)? Trotzdem wird der Tag der Prüfung kommen und da auch ein bißchen Glück dazu gehört, besteht vielleicht berechtigte Hoffnung, daß dieses Jahr mein FA-Jahr wird.
Und operieren können muss ich ja offiziell schon vorher, was uns wieder zu 1) bringt. Ähnliches haben die Oberen auch schon eingestanden. Ich hoffe nur, sie erinnern sich noch daran in 2009.

3) Promotion
Das gefürchtete "D-Wort" kreist auch über Doc Blog wie ein Geier, der ab und zu bedrohlich näher kommt, meist aber in deutlicher Entfernung seine Bahnen zieht. An dieser Arbeit bin ich für meinen Gusto schon ein wenig zu lange dran, aber (und das werden die meisten kennen, die so dumm wie ich waren, die DA nicht während des Studiums zu beenden) es ist schon wirklich schwierig, nach der Arbeit, ausgelaugt und ausgesaugt, sowohl mental als auch physisch, noch die Motivation für ein ellenlanges komplexes Geschriebsel aufzubringen. Irgendwann muss es aber doch mal was werden. Wäre ja eine Schande, wenn diese ganze Arbeit, die ich bis jetzt (nicht zu knapp, immer im Urlaub) reingesteckt habe, ganz umsonst gewesen wäre. Blöderweise ist es ja auch schon mein zweiter Versuch, ein Problem, das vielen bestimmt auch nicht unbekannt ist. Ich möchte aber auf keinen Fall noch ein drittes Mal anfangen.
Mittlerweile ist die Arbeit aber soweit fertig, daß ich sie tatsächlich nur noch einmal überarbeiten und das Literaturverzeichnis anpassen muss. Es besteht berechtigte Hoffnung, daß ich dieses Jahr noch Dr. Doc Blog werde.

4) Hobby
Ich brauche ein Hobby, und zwar ein vernünftiges. Momentan sehe ich ja noch Punkt 2) als mein Hobby an, aber wenn 2) zutrifft, muss 4) aktiv werden. Meinen Sport habe ich schon vor einiger Zeit, ach, vor einigen Jahren aufgegeben/aufgeben müssen. War sogar vor 2 Jahren oder so bei meiner alten Mannschaft, und es war eine Katastrophe, kann einfach nicht mehr mit denen mithalten. Man wird echt nicht jünger. Brauche jetzt entweder eine Altherrenmannschaft oder einen Fitnessboost. Letztendlich wird beides mit meinen Arbeitszeiten kollidieren, aber Gedanken darüber machen sei ja doch erlaubt. Denn schön wär's schon. Prinzipiell gilt das Zeitproblem aber für alle Hobbies, ob sportlich oder nicht, ob indoor oder outdoor. Werde mal sehen, was da auf mich zukommt. Wir werden vielleicht dieses Jahr endlich vollbesetzt sein. Da ist dann vielleicht doch was möglich. Es besteht mäßige Hoffnung, daß dieses Jahr mich zum Sportler machen wird.

5) Family and Friends
Die kommen alle definitv zu kurz, so wie es momentan ist. Die Lösung wäre einfach, 4) streichen und mit 5) ersetzen. Als Hobbyersatz auch gar kein schlechter Deal. Und absolut sozialverträglich. Vom Hausfrieden gar nicht mal zu sprechen. Ein langer gemeinsamer Urlaub wäre auch mein Traum. Und wenn es Vollbesetzung bei uns gibt, besteht berechtigte Hoffnung, daß aus Doc Blog dieses Jahr ein Familienmensch wird (oder zumindest sozialkompatible Arbeitszeiten entstehen).


Tja, alles in allem nix neues, aber angeblich soll es ja helfen, seine Wünsche zu formulieren. Das Jahr ist noch neu und formbar, so daß wir alle es zu unserem eigenen persönlichen "Mein Jahr" gestalten können.

Let's just wait and see and hope for the best (und Vollbesetzung),

Doc Blog

Dienstag, 12. August 2008

10 Dinge, die mir nicht wirklich ein Lächeln ins Gesicht zaubern :-(

Es gibt einige Dinge, die mich nerven, richtig annerven, daß ich oft genug die Krise kiege, wenn diese mal wieder passieren. Allerdings gibt es dabei unterschiedliche Schattierungen des Ganzen. Und die Auslöser sind kontinuierlichen Änderungen unterworfen, ebenso ist die Reihenfolge (anders als bei Letterman's Top Ten List...) nicht fest vorgegeben, sondern austauschbar.

1. Von einem miserablen Lied durchs Radio geweckt zu werden
Ich mag Musik, bin ein musikalischer Mensch und Musik ist mir wichtig. Keine Frage, daß ich mich natürlich via Radio wecken lassen (so ein komischer Summdummton kommt mir nicht ins Schlafzimmer). Habe immer denselben Sender eingestellt, Standard regional, nix besonderes oder ausgefallenes. In regelmäßigen Abständen werde ich durch ganz grauenhafte "Lieder" geweckt (entweder gehirnerweichende Bumm-Bumm-Musik, die eher zu 1Live passen würde), oder eunuchoid kreischende Männerstimmen oder maximal dissonante "Rhythmen". So oder so treibt mich das schnell aus dem Bett.

2. Warum sind eigentlich einige Menschen mehr als andere wert?
Diese Feststellung muss ich häufiger machen. Und ich meine nicht, daß sich Chefärzte arrogant gegenüber kleinen Assistenten verhalten, im Gegenteil, die sind meist sehr nett. Aber offensichtlich sind die Herren (seltener Damen) der Verwaltung, PDL oder Rezeption (?!) doch deutlich bessere Menschen als der Rest, der in der Klinik rumläuft! Woran man das erkennt? Man wird grundsätzlich von ihnen nicht nur nicht gegrüßt, sondern schlichtweg ignoriert, selbst wenn man sie laut grüßt. Warum? Darf ich sie nicht ansprechen? Ist ein schlichter Rückgruß an mich unter ihrer Würde? Vorgestern bin ich dem PDL-Menschen vor die Füße gesprungen und habe ihm ein Guten Tag engegengebrüllt, was er nur mit einem dezenten Anheben der linken Augenbraue und Stirnrunzeln zu quittieren wusste.

3. Das wechselhafte Wetter hier
In meinem Urlaub war es teilweise noch so schön, knalleheiss, einfach wunderbar, da vermißt man den Süden gar nicht. Aber jetzt? Hier? Wo ist der Sommer? Es regnet, gewittert, stürmt in variabler Reihenfolge. Das führt nicht zu einer ausgeglichenen Stimmung, weder bei mir noch bei den Pat. noch bei sonstwem. Ich will meinen Sommer wieder haben!

4. Die Tatsache, daß das mit dem Operieren immer noch nicht klappt, muss ich ja nicht extra erwähnen. Aber wenn ich auch noch aus den OPs rausgelobt werde, BEVOR ich überhaupt in den OP gehen konnte, ist das neu.

5. Das Fernsehprogramm...
Hat sich was in der deutschen Fernsehlandschaft geändert? Gibt es nur noch Dokusoaps, Auswanderer, Wiederholungen, Reportagen (alle über dasselbe Thema) und dergleichen? War doch früher auch mal anders. Das, was momentan geboten wird, spricht mich überhaupt nicht an. Somit ist ein erholsamer Abend vor dem Fernseher auch nicht drin. Und Radiohören bietet ja leider o. g. Mängel. Und warum House nicht zieht, s. 10.

6. Faule (?) Kollegen
Wie kann es sein, daß ich als Frühdienst, der immerhin drei Stunden nach offiziellem Dienstschluß endlich gehen möchte (cave! es noch nicht getan HAT!), von meinem lieben noch im Hause verweilenden Spätdienst angesprochen werde, doch noch eine Aufnahme für ihn zu machen. Und dann noch ein langes Gesicht ernte (und wahrscheinlich innerlich verflucht werde), wenn ich dankend ablehne. Wo sind wir denn hier? Wurde dafür nicht das System des Schichtdienstes eingeführt?

7. Parkplatzsuche
Wenn ich dann endlich nach langer getaner Arbeit todmüde (ist in letzter Zeit wirklich so, habe eine chronische Müdigkeit entwickelt) zu Hause aufschlage, trennt mich von meinem Bett immer noch die Parkplatzsuche. Es ist ausgesprochen unbefriedigend, erstmal eine Runde drehen zu müssen, bevor man sich niederlassen kann. Interessanterweise ist das Problem größer, wenn ich früher als sonst nach Hause komme.

8. Obwohl ich wirklich wenig Zeit habe, im KH zu essen (und das Essen ja auch bekanntermaßen nicht so der Renner ist), geht irgendwie doch eine Menge meines Gehalts fürs (Klinik)Essen drauf. Schon komisch. Dauernd ist meine Karte leer. Aber Essen ist ja nicht nur essen, sondern auch social bonding und gerade in schwierigen Zeiten wichtig.

9. Hassen mich meine Nachbarn und die Stadtwerke/Baufirmen/Müllabfuhr?
Dieser Gedanke kommt mir ab und zu nach meinen Nachtdiensten. Wenn ich mich dann gerade ins Kissen fallen lassen will, dreht entweder der Nachbar seine Technomusik auf (wie gesagt, morgens 8 Uhr nach dem Dienst), oder die Stadtwerke (oder sonstwer) beschließen an genau diesem Tag ein sehr großes Loch vor meinem Haus zu buddeln oder die anderen Nachbarn bekommen eine sehr große Ladung Eisenrohre (?), die lautstark abgeladen werden muss oder die Müllabfur (oder ist es die Straßenreinigung?) kommt mit diesen Wagen, die so laut piepsen, wenn sie fahren. Was auch immer ist, es stört. Sicher, auch diese Leute müssen arbeiten, keiner will Müll vor der Tür liegen haben oder auf seine Eisenrohre verzichten. Ganz zu schweigen von morgendlicher Techno-Musik in maximaler Lautstärke.

10. Dr. House - Ein Thema für sich
Ich konnte mich nicht beherrschen und habe mir die DVDs vorab gekauft. Und jetzt kenne ich schon alle Folgen und weiß, was passieren wird. Schade. Aber eben selber schuld.
Gucke jetzt trotzdem die Folge, die ich bereits kenne, weiter.

Sicherlich ist dies keine weltbewegende Liste, aber dies sind regelmäßig wiederkehrende, mehr oder minder große, meine Stimmung mehr oder weniger reduzierende Sachverhalte. Welcome to my life.

Doc Blog

Dienstag, 8. Juli 2008

Und wieder ein Traum...

Die Tatsache, daß ich in meiner Freizeit tatsächlich jetzt schon mehrmals (!) von der Klinik geträumt habe, zeigt mir nicht nur eine pathologische Affinität mit der ganzen Sache auf, sondern auch, daß es noch viel viel schlimmer kommen kann. So geschehen in meinem Traum...
Insofern ist es wohl so, daß ich doch tatsächlich auf hohem Niveau jammere.

Nochwas zum Jammern? Die House-Folge heute ist doch eine Wiederholung, oder? Warum kenne ich die eigentlich alle schon in letzter Zeit. Schade. Irgendwie.

Habe Geld via paypal verschickt (und diesmal eine richtig erhebliche Summe), das noch nicht angekommen ist, das macht mir Sorgen. Ist ja nicht so, als würde ich wie'n Chefarzt verdienen und das wären peanuts für mich. Naja, nachdem ich die privatärztlichen Abrechnungen meiner Ärzte gesehen habe, sollte ich vielleicht doch über eine Niederlassung nachdenken, lol.

Anyhow, in der Klinik ist alles weiterhin der gleiche Irrsinn, wenn sich da von selbst nix ändert, muß ich was ändern, aber das ist ja die alte bekannte Leier. Ich sollte weg, kann aber nicht, wegen der Familie etc pp.

Und da dieser Post sowohl inhalts- als auch ergebnislos ist, wird er nun ad acta gelegt.

Doc Blog

Montag, 2. Juni 2008

Ein Schritt zurück vom Abgrund

An manchen Tagen kann man sich einfach nur wundern. Wirklich wundern und am Kopf kratzen und fragend in die Runde blicken. Heute ist einer dieser Tage. Die Entwicklungen der letzten Stunden "leave me flabbergasted".
Insbesondere verwundernswert ist die Tatsache, daß heute ohne Ausnahme ALLES positiv gelaufen ist. Da fragt man sich ja fast schon, ob man bei der versteckten Kamera aufgelaufen ist oder daß dies nur die Ruhe vor dem Orkan sein kann.

Nunja, als Ambulanzarzt hatte ich heute (bei freiwillig übernommenem Dienst, also denen, die meist ganz brutal abgestraft werden) eine fast schon ruhige Kugel, die Frequentierung hielt sich in Grenzen und ich war pünktlich fertig. Zwischendurch hatte ich sogar Zeit, mich um "andere" Dinge, wie Arzttermine, Literatur etc. zu kümmern.

Gipfel des Tages war allerdings, daß mein Chef sich persönlich (und aus eigenem Antrieb) bei mir für den Einsatz der letzten Tage gedankt hat! Das wäre keine Selbstverständlichkeit und durch meine Hilfe sei alles sehr reibungslos und gut gelaufen. Das fand ich doch mal nett.
Und keine zwei Sekunden später bot er mir Hilfe an, wenn ich Probleme mit den zu bescheinigenden Unterlagen für den FA haben sollte, er würde auch meinen früheren Chef anrufen (ob ich das richtig verstanden habe?) und da würde sich schon ein Weg finden.
Erstaunlich, aber meinerseits durchaus willkommen. Wußte zwar, daß mein Einsatz seitens eines OA weitergegeben worden war, aber ein solches Feedback hätte ich nicht erwartet.

Ich war auch (fast) pünktlich draußen, konnte einiges von meiner Liste abarbeiten und habe den Abend genutzt, mal ein wenig zu "schlemmen": Gut, so lecker war die Tiefkühllasagne nicht, aber hatte ja nach dem WE auch sonst nichts mehr da, was so richtig lecker gewesen wäre.
Aber zum Nachtisch wird es gleich noch Mövenpick Crème brulée geben, das Eis hat mich in der Schweiz schon Kopf und Kragen (und meine passenden Hosen) gekostet.
Fazit: Wenn es so weitergeht, kann ich mich wohl nicht mehr beschweren.

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