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Über mich

Aus naheliegenden Gründen kann und möchte ich meine Identität nicht preisgeben, sondern weiter in Anonymität arbeiten.
Etwaige Anfragen sind an docblog@gmx.de zu richten und werden zügig bearbeitet werden.
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Freitag, 24. September 2010

Warum ist Doc Blog abgetaucht?

Ich weiß gar nicht, ob sich diese Frage überhaupt jemand stellt/gestellt hat. Dennoch möchte ich kurz "Rechenschaft" über mein Verschwinden ablegen.

Jeder weiß ja, daß ich semiglücklich in meiner Klinik und mit den Arbeitsbedingungen war. Trotzdem ist einfach so kündigen irgendwie auch nicht meine Sache, man weiß ja nie, was man bekommt, sondern nur, was man aufgibt.

Letzten Endes brauchte ich wohl einfach eine Auszeit. Da unbezahlter Urlaub aber nichts ist, was die Miete zahlt, haben wir uns zu einem eigentlich ganz natürlichen Schritt entschlossen.

Doc Blog ist jetzt nämlich in Elternzeit ;-)

Und was soll ich sagen. Am Anfang habe ich mir zwar meine (halbwegs) geordnete Ambulanz zurückgewünscht (nein, nicht wirklich), aber mittlerweile lebe ich ein Luxusleben. Es ist wunderbar den ganzen Tag für unseren Zwerg dazu sein, alles mitzuerleben, jede Minute zu geniessen. Den Tag nicht verplanen müssen, sich nicht mehr hetzen müssen. Wenn ich zu spät komme, bin ich eben zu spät, wenn ich nicht schnell genug bin, mache ich eben morgen weiter.
Und immer ist hier einer, der komplett und aufrichtig hinter mir steht, mich ganz toll findet und mich immer mit einem Lächeln begrüßt. Unbezahlbar.

Leider hält mich der neue Job ("Berufung") so auf Trab, daß ich nicht mal mehr die Blogs der Kollegen lesen kann (der Feedreader zeigt aktuell 160 ungelesene Nachrichten), geschweige denn mein eigenes Blog aufrecht erhalten kann. Ganz abgesehen davon, daß ich nun nichts aktuelles von der medizinischen Front zu berichten vermag.

Doc Blog

Dienstag, 25. März 2008

bloß weg

Der Privatpatient, der "unbedingt" aufgenommen werden mußte, ist immerhin zurecht gekommen. Bei akutem Anstieg des CRP auf das 14fache des Normalwertes wurde er operiert nd hatte tatsächlich eine Infektion. Immerhin war die Arbeit dann nicht vollkommen umsonst.

Ansonsten waren die Tage nach dem Samstag ausgesprochen ungeangenehm, denn ein Kollege hatte sich eine Woche krankgemeldet und es war an Doc Blog's Stelle, dies zu kompensieren (der sich ironischerweise ebensolches erlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz als letzten Rettungsanker vorgemerkt hatte), aber das Pflichtgefühl (und Ibus) haben dann doch gesiegt.

Diese Doppelbelastung der letzten Tage mit zwei Funktionsbereichen (und blöden Fragen der Oberen, wieso ich denn informationsmäßig nicht auf dem höchsten Stand bzgl. meiner Station wäre) haben dann zu einer ziemlichen psychischen und psysischen Dekompensation meinerseits geführt. Ergo - habe ich meinen absolut wohverdienten und lebenswichtigen Urlaub doch angetreten. No matter what.

Chef ist on the road, für länger, meine Beurlaubung ist nach fast 4 Monaten immer noch nicht geklärt. Werde die Tage mal meine alte Klinik wegen Zeugnisse, die ich benötige, heimsuchen. Halte das aber eigentlich schon im Vorfeld für frustran.

Jetzt geniesse ich hier im Urlaub das süße Nichtstun und meine damit auch absolut NICHTS-tun, das könnte ich mir auch berufsmäßig vorstellen. Werde meine Lottoaktivitäten wohl doch erhöhen müssen.
Meine Gelenke machen weiterhin Probleme und ich komme mir mittlerweile vor wie Norman bei Grey's Anatomy, hoffe nur, mir bleibt der Herzinfarkt erspart.

Allem Nichtstun zum Trotz hege ich dennoch die (wahrscheinliche trügliche) Hoffnung, vielleicht doch ein klein bißchen, wenig meinen Dauerbrenner Doktorarbeit vorantreiben zu können. Falls jemand Interesse hat, 270 Seiten knackige Literatur Korrektur zu lesen, bitte melden ;-)

So, und jetzt wartet für mich als Abendessen das beste Gyros Deutschlands,
Doc Blog
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