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Mittwoch, 28. Januar 2009

Aufgaben eines Assistenzarztes

Man fragt sich ja immer, wieso man studiert hat, die ganzen Bücher auswendig gelernt hat und was denn mal das Ziel sein soll, wenn man mit dieser Ausbildung fertig ist.

Hier meine persönliche Hitliste der wichtigen Aktivitäten, mit denen nicht nur ich, sondern auch meine Kollegen gerne und oft und wiederholend bedacht werden:

1) Röntgenbilder besorgen, vorzugsweise gehört dazu primär das profane Suchen der Bilder innerhalb des Hauses, gerne beinhaltet dies aber auch das CSI-mäßige Aufspüren des wahren Aufenthaltsortes der Bilder. U. U. muss man dazu auch mal die Ex-Freundin des Patienten anrufen, bei der die Bilder vielleicht damals liegen gebieben sind, oder auch die Röntgenpraxis beknien, die Bilder vielleicht digitalisiert auszudrucken und/oder nochmal zu brennen und dann vielleicht noch vorbeizubringen (am besten ist eh, man holt sie selbst). Ergebnis ist ein ständiges Hin- und Hertelefonieren mit der eigenen und assoziierten Röntgenabteilungen, Abgleichen von Ziffern, Daten, Zahlen, mehrfaches Laufen zum Archiv (NICHT eben gerade in der Nähe), ständiges Haareraufen inklusive wenn auch erwiesenermaßen fruchtlos.

2) Kopieren, Sortieren, Abheften, Laminieren. Das Kopieren beinhaltet auch gene mal ganze Akten(berge): Ja, sicher, genau dafür habe ich 6 Jahre studiert. Nein, dafür nimmt man keine Sekretärin oder eine Stationssekretärin. wahrscheinlich, weil die dafür nicht lange genug studiert haben?

3) Verpackungsmaterialien besorgen, damit (auswärtige) Patienten ihre Habe gute verpackt mit nach Hause nehmen können. Mittlerweile schon mehrmals passiert, was insofern gut ist, weil ich jetzt weiß, wo die entsprechenden Dinge zu finden sind.

4) Stille Post mit den anderen Abteilungen (vorzusgweise Röntgen) spielen, anstatt, daß der OA selber hingeht und eben diese Fragen, die ich dem Radiologe stellen muss, dann selber stellt. Aber das scheint wohl vollkommen abwegig, allein die Idee...

5) Bilder für Patienten auf CD brennen. Dafür reichen die 6 Jahre Studium ja kaum aus. In die gleiche Kategorie gehört, alte Entlassungsbriefe und -befunde an den Patienten oder die Praxis zu faxen.

Diese Liste liesse sich bestimmt erweitern, wenn mir noch was einfällt, werde ich es nachliefern.

Doc Blog

Montag, 25. Februar 2008

... and being bimbo continues...

Wen wunderts? Mich bestimmt nicht.

Ein Bimbo ist ja lt. wikipedia definiert als "eine Person, die freiwillig niveaulose Aufgaben übernimmt, die ihr andere auftragen". Und genauso sieht es aus.

Neben Röntgenbildern suchen, blöde Anfragen ausfüllen und immer dem OA Gewehr bei Fuß stehen muß man irgendwie versuchen, eine Station mehr oder minder verrückter Patienten am Laufen und besagte Pat. bei Laune zu halten. Gleichzeitig kriegt man von den werten Kollegen auch noch zu hören, warum die Arbeiten des Tages noch nicht alle fertig sind! Häh! Es sind nur 3 Aufklärungen übrig. Bedenkt man des Berg von heute morgen, m. E. gar nicht mal so schlecht.

Schlecht sind andere Dinge. Z. B., daß meine operative Phase schon wieder beendet scheint. Bin jetz nächsten Monat auf der Privatstaion und dann in der Ambulanz eingeteilt. Nichts gegen den Dienstplanschreiber (oder eher -schreiberin), aber gewisse Ressentiments lassen sich da nicht verhindern. Achja, schwanger müßte man sein, aber ich meine, das habe ich bereits geschrieben. Von wegen Ressentiments...

Morgen bin ich im OP eingeteilt, übrigens das erste Mal wieder seit letztem Dienstag. Warum habe ich das Gefühl, daß das nicht gut werden wird? Daß ich wieder der Bimbo sein werde und für irgendetwas blöd angemacht werde. Hoffe mal, daß meine Vorahnungen nicht bestätigt werden.

Doc Blog
Z. n. akuter Parmesan-Intoxikation
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