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Über mich

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Montag, 14. Juni 2010

Z. n. Dienst

Ich kann mich momentan gar nicht erinnern, ob das Thema schonmal war. Wenn ja, auch egal, manche Dinge müssen einfach gesagt werden und da kann es nicht schaden, sie mehrfach zu sagen.

Zustand nach Dienst

Als ich diese Phrase das erste Mal hörte, dachte ich nur häh? Nach meinem ersten Dienst wurde es dann etwas klarer. Und nach und nach stieg ich auch in dieses Phänomen, diese Sekundärwelt ein, die nur nach (vorzugsweise durchgemachten) Diensten sich einem auftut.

Der Dienst beginnt Sonntag morgens um 9 Uhr, ein weiterer Kollege ist da, der sich um die Visiten kümmert, wird aber bald verschwinden, sobald er die Stationen durchsondiert hat. Der Diensthabende (noch so ein Wort) verbleibt als "King of all he surveys" an vorderster Front und kämpft dort mehr schlecht als recht, bis die Ablösung (in leidsamen Fällen erst nach 24 Stunden) ihn dann ins Zustand-nach-Reich schickt.

Man absolviert noch irgendwie die morgendliche Übergabe (mit Pech auch Morgenvisite) und dann...

dann ist man frei, sowas von!

Während die anderen schuften, kann man tun und lassen, was man will. Den ganzen Tag. Komplett frei. Das ist Endorphin deluxe. Und macht den Dienst (fast!) wieder vergessen.

Wenn ich Z. n. Dienst (und morgens alleine) bin, habe ich mehrere Alternativen:

1. Ins Bett gehen und mal wieder richtig schön schlafen, so lange, wie es geht, kein Wecker, alles schön dunkel machen und V. a. kein Telefon und kein Pieper. Da kann man sich so richtig schön fallen lassen. DAS ist Lebensqualität. Diese Ruhe...

2. Den Tag nutzen und mal was sinnvolles unternehmen, nur für einen selbst, Sauna, Fitness-Studio, und dann zu gewohnter später Stunde ins Bett.
Ich gebe zu, das ist nicht mein Ding. Auch nicht nach ruhigen Nächten.

3. Ins Bett gehen und den Wecker auf ca. 12/13 Uhr stellen. So hat man Lebensqualität und auch noch was vom Tag. Häufig mache ich den Wecker aber dann doch noch mehrmals auf Snooze und dann wird es schnell 16 Uhr. Im Sommer gerne genutzte Alternative, dann raus in den Sonnenstuhl.

4. Erst was machen bis man richtig müde ist, so ca. 15/16 Uhr und dann ins Bett. Und immer der Gedanke: Kein Funk, kein Telefon, kein Pieper... Geil! Diese Ruhe...
Leider verschläft man damit auch ganz gut mal den kompletten Abend.

So oder so, der Z. n. Dienst ist eine beneidenswerte Sache und in dem Moment, wo man den Klinikparkplatz verläßt, um 1-4 in Angriff zu nehmen, fühlt man sich (naja, zumindest Doc Blog) wie ein König. Alles meins! Der ganze Tag! Herrlich!

Blöd nur, daß man am folgenden Morgen wieder pünktlich auf der Matte stehen muss und der nächste Dienst (meist ätzender Natur) nicht weit entfernt auf einen lauert.

Doc Blog

Dienstag, 10. März 2009

Grauen der Nacht oder Z. n. ND

Daß so ein Nachtdienst keine angenehme Veranstaltung sein würde, wusste ich ja schon vor meinem ersten. Der gestrige/heutige war weder mein erster, noch mein zweiter, noch mein zehnter oder zwanzigster. Aber leiden können wir uns immer noch nicht.

Vom Prinzip her sind sich diese Dienste ja alle ähnlich, viel zu tun, aber nicht so viel wie tagsüber, meistens Patienten, die wirklich was haben (auch dies oftmals im Gegensatz zu tagsüber, man denke da nur an den Bananenbieger, der sich in den Finger geschnitten hatte, mir aber diesen dann doch nicht präsentieren konnte, weil er die Stelle nicht mehr finden konnte = Tagdienst) und ein ziemlich leises Krankenhaus ganz für mich alleine, zumindest abseits der Ambulanz.

Wenn ich es dann tatsächlich mal schaffe, die Füsse hochzulegen, ist das auch keine richtig erholsame Zeit, zumindest ich habe im Laufe der Jahre eine ziemlich Paranoia entwickelt. Ich muss nur lange genug über das Pieper/Telefon nachdenken, bis es erwiesenermaßen in bis zu 90% der Fälle mit einem Höllensturm losbricht. Also krampfhaft andere Gedanken machen.
Wenn ich dann einnicke, wache ich oft leicht konsterniert von selber wieder auf in der Angst, den Pieper/Telefon ob Tiefschlaf (?!) nicht gehört zu haben.

Apropos hören, in dieser Nacht war ich der festen Überzeugung einen im Anflug begriffenen Helikopter zu hören. Nachdem sich dieses Geräusch gute 10 Minuten gar nicht änderte, wurde ich ja schon ein bißchen unruhig, war kurz davor, in der chirurg. Ambulanz nachzufragen, was denn der Hubschrauber über uns veranstalten würde. Habe es mir dann aber doch verkniffen. Bloß keine schlafenden Hunde wecken (im wahrsten Sinne des Wortes). Es ist doch sehr wahrscheinlich, daß man mir Bescheid gesagt hätte, wenn der Kasus für mich gewesen wäre (es gibt kaum was schlimmeres, als unverrichteter Dinge in einen ankommenden Hubschrauberpiloten in voller Montur hineinzustolpern, das gibt einen Adrenalirush erster Güte, der fast zu spontanem Urinabgang führen kann, man weiß ja nie, was der gerade an Patientengut für einen mit sich bringt, alles schon da gewesen).
Nach weiteren 10 Minuten monotonen Rotorgeräuschs, das nicht den typischen Dopplereffekt hatte, habe ich für mich selbst beschlossen, daß es sich wohl um eine Klimaanlage handeln muss. Oder Heizung. Sollte vielleicht mal dem Hausdienst mitteilen, daß die komisch klingt.

Ein weiterer Nachteil des Nachtdienstes ist ja auch, daß ich nach getaner Arbeit mehrfach um den Block fahren muss, weil es hier wohl ab neun Uhr morgens keine adäquaten Parkplätze mehr gibt. Schön.

Doc Blog

Achja, Wer...mich...noch...EINMAL...wegen...einer...blöden...und...vielleicht...sogar...
UNNÖTIGEN...BRAUNÜLE...mitten...in...der...Nacht...weckt...wird...sehen...wie...
ICH...zum...TIER...werde!!!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Mittwochs halb vier in Deutschland

[Ironie on] Ich habe schon immer gerne Dienst am Mittwoch gemacht, v. a., weil die niedergelassenen Ärzte einem da so gerne und gut zur Hand gehen, alle immer erreichbar sind und die Patienten immer sehr geduldig mit den Ärzten sich zeigen. [Ironie off]

Daß Mittwochsdienste und speziell die Nachmittage wirklich keine Freude machen, habe ich sehr früh in meiner chirurgischen Karriere rausfinden dürfen. Die sind für mich eigentlich noch schlimmer als Freitagnachmittags (die Freitage werden immerhin durch den planmäßig überraschenden konservierten Ileus der Internisten um 16.30 belebt).

Aber die Mittwoche??? Daß was heute abgelaufen ist, hat mich mal wieder einer Sache belehrt: Schlimmer geht immer.

Dabei lief es eigentlich ganz gut - bis..., ja bis es dann 15.30 Uhr war und die Praxen der Niedergelassenen langsam aber sicher dicht waren.
Prompt kamen um diese Uhrzeit gleich zwei Notfälle mit insuffizienter Bildgebung, wo einerseits Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vonnöten gewesen wäre und ich andererseits erstmal die Befunde dieser Bildgebung den Radiologen aus dem Rücken leiern musste.
Unglaublich, aber wahr, konnte tatsächlich nach langer Suche einen dieser seltenen Individuen festnageln und das Fax akquirieren.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum man sich als studierter Mensch mit dem Auftreiben von Telefonnummern, Ansprechpartnern, Faxnummern, Sekretariaten etc. rumschlagen muss, wo die Ambulanz doch eigentlich anderes zu tun hat? Klare Sache, die Helferinnen etc. haben mittwochs offensichtlich auch nachittags frei!. Aha! Gute Sache!

Ergo Fax kommen lassen (den richtigen Ansprechpartner zu finden, hat gerade mal 15 Minuten gedauert), hoppla, Sekretariat ist ja geschlossen, also Fax an eine der Stationen schicken lassen, auf Station gelatscht, Fax geholt, keine neuen Erkenntnisse gewonnen, Problem vertagt, angenervt sein, Frust schieben.
Patient leidlich zufrieden nach Haus geschickt.

Und zu allem Überfluss sind beide (!) meiner Versuche eines Abendessens kläglich gescheitert, yuck...
Problematischerweise als Ersatz dann Schokolade vertilgt.
*Memo an Doc Blog* Ausreichende Menge Schokolade zum morgigen Dienst in die Ambulanz mitnehmen.

Doc Blog

Sonntag, 7. Dezember 2008

Sie sind ja immer noch hier?!

So begrüßte mich der Ehemann einer Patientin auf dem Gang, heute abend, es war schon etliche Stunden dunkel und ich hatte eindeutig im hellen Tageslicht meinen Dienst begonnen.

Die Frage hat mich überrascht und direkt einige Gegenfragen provoziert, die ich mir stellen musste.

a) Kennen wir uns eigentlich?
Schnell den Mann (älter, machte einen gesunden Eindruck, mir freundlich gesonnen) und die Frau (älter, nicht ganz so gesund wirkend, an UAG) gescannt. Nicht direkt erkannt. Aber die kennen mich, so tun sie zumindest.

b) UAG, die Lösung?
Da bleiben zwei Möglichkeiten, chirurgisch oder orthopädisch, Freund oder Feind. Letztendlich am Gangbild nicht zu eruieren. Ich hoffe, ich habe sie nicht selber operiert. Nein, unwahrscheinlich, hatte in letzter Zeit keine derartigen OPs. Oder doch. Nein, kann nicht sein. Tippe auf Orthopädie.

c) Woher kennen die mich dann?
Mal Konsil gemacht, Blut abgenommen, in der Physio gesehen? Kennen die mich wirklich oder reagieren die nur auf den weißen Kittel?
Außerdem habe ich in dem Moment gerade Blut fürs Labor in der Hand gehabt, vielleicht verwechseln die mich, trotz Kittel?
Vielleicht auch Dauergast, kennen mich vom letzten Aufenthalt.

d) Und was heißt das "noch"?
Haben wir uns heute schon gesehen? Kann mich nicht erinnern. Wer weiß, wen ich in den langen Stunden heute schon gesehen habe. Vielleicht haben wir uns ja sogar schon gesprochen? Hmm, also vielleicht doch chirurgisch. Nein, irgendwie nicht in der Visite heute gesehen. Vielleicht die Dame, die nicht auf dem Zimmer war? Aber woher kennt sie mich dann?
Somit komme ich zurück zum Dauergast, aber dann müsste ich sie ja auch kennen.

e) Wieso bestätigen mir in den letzten zwei Wochen (immerhin post Urlaub) fast alle Patienten, ich würde zuviele Stunden und Tage arbeiten ("Sie haben aber auch nie frei, wa?") und ich würde so schlecht aussehen?
Naja, wahrscheinlich, weil das der Wahrheit entspricht?! Zumindest meiner gefühlten Wahrheit. Wieso sehen sich die Patienten genötg, daß - unabhängig voneinander - zu betonen. Ist es so offensichtlich? Ich brauche Urlaub. Keine Frage. Zielte diese Eingangsfrage auch darauf?
Liegt es daran, daß ich die Patientin (oder war es ein Trick und der eigentliche Patient war der Mann) nicht richtig einordnen konnte?

f) Wieso mache ich mir eigentlich soviele Gedanken, wenn die beiden einfach nur nett und freundlich einen Angestellten des Krankenhauses grüßen, dem sie abends zum ersten Mal in ihrem Leben über den Weg laufen und dem sie noch eine - vermeintlich - netten Spruch sagen?
Wenn sie wüßten, was sie damit angestellt haben...

Doc Blog

Und ich denke doch, daß ich sie kenne...

Montag, 28. April 2008

Chefs Auto

Am Donnerstag bin ich (bewußt) eine Viertelstunde später zum Dienst gekommen, weil ich ja nicht auf der Station eingeteilt bin. Wer biegt prompt hinter mir in die Krankenhauszufahrt? Chef natürlich, das ist wie Murphy's Law... Zum Glück glaube ich, kann man mein Auto nicht so unbedingt mir zuordnen (es sei denn, er hat mir wirklich zwischendurch mal sehr genau zugehört), deswegen hege ich die Hoffnug, daß er es gar nicht reistriert hat. Man sollte eh nicht so self-centered und egoman sein.

Bin dann extra langsam ausgestiegen, weil Chef auf seinem Parkplatz vor dem Eingang parkte und dachte, er wäre ja längst drinnen, wenn ich dann da vorbeikomme. Und was war? Auch Chef hatte den Ultraschleichgang eingeschaltet. Mußte fast rückwärts gehen, um ihn nicht zu überholen. Und spätestens als er einen prüfend sondierenden Blick über das Pakplatzterrain warf, vermeine ich, hat er meine Wenigkeit in einer dunklen Ecke hocken sehen.

Schon peinlich irgendwie, obwohl ich ja eigentlich nix falsch gemacht habe. Habe meine Überstunden ordentlich mit Ausrechnung der halben Stunde abgeglichen, war pünktlich in der Besprechung und habe auch alle Patienten versorgt. Trotzdem schlechtes Gewissen. Auch wenn ich heute eine Viertelstunde eher gekommen bin, um die Visite durchboxen zu können (aber das wird keiner registriert haben).

In meinem alten Haus bin ich auch ein paar Mal nach der öffentlichen Dienstbeginnzeit gekommen, war aber immer pünktlich in der Morgengesprechung. Trotzdem ist es dem Chef da nicht entgangen, daß er mehrere Tage in Folge vor oder hinter meinem (damals auffälligem fahrbaren Untersatz) gefahren ist. Hat mich nämlich drauf angesprochen.

Und heute komme ich auf den Parkplatz zu meinem Auto und neben mir steht Chefs Auto. Der wie gesagt einen eigenen zugewiesenen mit Namen etikettierten wichtigen Parkplatz deutlich näher am Eingang sein eigen nennt. Warum stellt er sich neben meinen Wagen? Vor allem, da doch drumherum alles frei war. Schon komisch. Aber wenn ich weiter so denke, entwickle ich noch einen Verfolgungswahn.

Und die Arbeit auf Station ist auch wie eh und je. Dauernd wird man angefunkt, man kann keine Sache zu Ende bringen, wird am Ende noch angepfiffen, weil man offensichtlich nichts weggearbeitet hat (klar, das was weg IST, sieht man ja auch nicht mehr, duh!) und kann seinen eigenen Kram nicht in der vorgegebenen Zeit wegschaffen. Unglaublich. Bin sofort wieder angeätzt. Und morgen muß alles extraflott gehen, weil ich einerseits lange im OP Haken halten muss/darf und dann auch noch zeitig weg muss zu einem neuerlichen Arzttermin.

So, immerhin habe ich gerade gesehen, daß morgen zwei Folgen Chicago Hope kommen. Be grateul for small favors...

Doc Blog

Sonntag, 2. März 2008

Ich hab' das Softasept-Lager gefunden...!

Nicht erst heute (ja, genau, es ist mal wieder Sonntag, ergo mal wieder Dienst) habe ich das Auffanglager für stibitzte Softasept-Flaschen gefunden. Einer/mehrere meiner werten Kollegen haben bereits eine recht ansehnliche Sammlung im Arztdienstzimmer (ja sicher, da hätte ich's ja nun wirklich nicht gesucht) angehäuft. Ich war so frei, diese Sammlung heute im Dienst aufzulösen und siehe da, jedes Blutentnahmetablett, jeder Verbandswagen und jeder Schwesternwagen besaß nun auf einmal die korrespondierende Desinfektionsflasche. Jeden Tag eine gute Tat...

Das war's dann aber auch schon mit der Herrlichkeit, der Dienst war wenig erquicklich, ich bin hundemüde und weil ich so grobmotorisch zu sein scheine, habe ich es geschafft, mich heute mal wieder mit einer (frischen) Nadel zu stechen. Ganz groß. Au.

So, habe wirklich, wirklich wenig Lust, morgen wieder in dem Laden antanzen zu müssen.

But do I have a choice? Not really, no.

Doc Blog

Sonntag, 20. Januar 2008

Den letzten beißen die Hunde...

... oder warum ich Sonntagsdienste so inbrünstig hasse.

Es hat sich schon an mehreren Sonntagen bewahrheitet und so auch an diesem aktuellen Wochenende. Derjenige, der den letzten Dienst vor dem nächsten Arbeitstag erwischt, ist der Dumme.

Auf einer chirurg. Station fallen auch vorm und am Wochenende diverse Arbeiten an, die (eigentlich) getan werden müßten. Dazu gehören Aufnahmen, Aufklärungen und Dokumentationen. So scheint es aber nun in der Natur der Menschen (Chirurgen?) zu liegen, solche Dinge immer weeeit von sich zu schieben, bis es - hoppla - plötzliche Feierabend ist und Überstunden will man für diese profanen Dinge nun doch nicht machen und schließlich ist es ja bis Montag ja noch lange hin.

Bestimmte Untersuchungen und Dokumentationsarbeiten hätte man auch am Freitag (dem Tag der Aufnahme machen können), aber das ging ja nicht, weil "da war der Patient auf der Toilette". Ja, wie ? 24 Stunden lang? Um am Samstag ging das ja auch nicht, weil sowas ist ja eigentlich keine Aufgabe für den Samstagsdienst.
Aber für den Sonntagsdienst? Neben Aufnahmen, Aufklärungen und zusätzlichen Arbeiten? Nein, auch für den Sonntagsdienst ist dies eigentlich nicht gedacht. Aber wie es eben so ist, der letzte vor dem Montag muß diese ganze Arbeit seiner "lieben" Kollegen abarbeiten.

Und ich werde das morgen gar nicht erst zur Sprache bringen. Kriege ja dann doch zu hören, ich solle mich nicht so anstellen, wäre ja alles nicht so schlimm und wäre ihnen selbst ja auch schon so ergangen.
JA UND? Ist dies nicht um so mehr Grund, das mal zu ändern? Oder es wenigstens zu versuchen?

Ansonsten hat mich eine Pat. repsektive deren Ehemann nahe an den Rand des Wahnsinns gebracht. Er beschwerte sich nämlich, daß er es so gewohnt sei, daß man jeden Tag den Professor sehen würde, bei seiner Frau wäre der Prof. aber noch gar nicht gwesen. Meine schlaue Antwort, seine Frau wäre ja doch nicht privat versichert, wurde mit einem einfachen "Doch" abgebügelt.
Ja, wie jetzt? Sie sind privat? Häh? Wieso? Sie haben doch nix unterschrieben?
Darauf der Mann: "Und trotzdem müssen wir den erhöhten Satz zahlen."
Sofort durchzuckten mich Wunschträume, all das, was ich an der Pat. diagnostiziert hatte, privat abrechnen zu können. Immerhin bestand der Ehemann ja darauf, IMMER den erhöhten Satz zu zahlen.
Ich befürchte aber, im Endeffekt habe ich gar nicht verstanden, was er da eine halbe Stunde lang versucht hat, mir zu erklären.

Die anwesenden Kollegen waren auch alle stinkig oder (noch schlimmer) absolut verständnislos ob meiner miesen Laune und die Pat. motzig. Und das alles für 0 Euro Bezahlung, die Benzinkosten muß ich auch noch drauflegen, um am Wochenende arbeiten zu "dürfen". Herrlich.

Die Tatsache, daß ich weder eine Pause machen konnte (gut, wie bereits geklärt, ist es das Essen wohl nicht wert) noch daß ich irgendwo auf weiter Flur so etwas wie einen Übergabezettel meiner liebsten Kollegen (Dauerstreitpunkt) gefunden habe, gab mir dann den Rest, so daß ich dann absolut entnervt eine halbe Stunde vor Dienstschluß mich dem Kollegen übergeben habe und geflohen bin. Mit dem festen Vorsatz morgen nicht hinzugehen, aber ich muß ja, weil ich doch operieren darf. Zumindest war der andere Kollege (aus Mitleid) so nett, mir seine OP-Berechtigung abzutreten.

Zu Hause habe ich mich dann an dem sehr leckeren gemeinschaftlichen Abendessen wohl übernommen. Resultat sind heftigste abdominelle Beschwerden und ich vermute mal, daß dies ein perforiertes Ulcus ventriculi ob des immensen heutigen Stresses ist. Eine Art BG-Fall also.

In diesem Sinne verkrieche ich mich jetzt mit Selbstmitleid und Wärmflasche in meinem Bett,
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